{"id":529,"date":"2009-06-18T08:04:24","date_gmt":"2009-06-18T08:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/heikealbrecht.net\/ha\/?p=529"},"modified":"2022-03-23T10:04:52","modified_gmt":"2022-03-23T10:04:52","slug":"ulica-pravdy","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/heikealbrecht.net\/ha\/de\/2009\/06\/18\/ulica-pravdy\/","title":{"rendered":"Ulica Pravdy &#8211; Stra\u00dfe der Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>18. &#8211; 26.06.2009<\/strong><br \/>\n<strong> Sophiensaele Berlin<\/strong><\/p>\n<p>In Berlin, die Stadt die \u00fcber Jahrzehnte durch die Schnittstelle zwischen Ost und West und der Frontstellung zwischen Russland und den USA gepr\u00e4gt war, \u00f6ffneten die Sophiensaele ihr Haus f\u00fcr ein Festival der russischen Avantgardekunst. Ausgangspunkt waren die lebenden Bilderwelten eines Ausnahmek\u00fcnstlers der russischen Performancekunst &#8211; Alexander Petljura. F\u00fcr das Festival entwarf er sieben Tableaux Vivants, die sich auf Berlin und die Sophiensaele mit ihrer wechselhaften Geschichte beziehen. Seine \u00bblebenden Bilder\u00ab warfen Schlaglichter auf einzelne Ereignisse der europ\u00e4ischen Geschichte, kommentierten sie ironisch und brachten sie detailgewaltig auf den Punkt.<\/p>\n<p>25 Jahre hat Petljura in unerm\u00fcdlicher Arbeit gesammelt: weggeworfene Alltagsgegenst\u00e4nde, ausrangierte Kleidung und Insignien der russischen Alltagsgeschichte. Seine Sammlung umfasst inzwischen an die 2.000 Paar Schuhe, 1.500 Anz\u00fcge und Kleider, 1.000 St\u00fcck Frauen- und M\u00e4nnerunterw\u00e4sche, etwa 3.000 St\u00fcck diverser Accessoires und etwa 2.000 Alltagsgegenst\u00e4nde. Sie ist die gr\u00f6\u00dfte Sammlung russischer Alltagskultur im heutigen Russland &#8211; an den Sophiensaelen f\u00fchrte er sie ein letztes Mal zusammen. Mit diesem schier unersch\u00f6pflichen Reservoir an Kost\u00fcmen und Requisiten setzte er die Tradition der \u00bblebenden Bilder\u00ab fort und stellt mit den Abfallprodukten des Zerfalls der russischen Welt die Identit\u00e4t Russlands nach. Seine Tableaux Vivants stellen Leitbilder in Frage und legen gerade die ideologische Inszenierung von Geschichtsschreibung und -interpretation offen und bewegen sich damit auf der Stra\u00dfe der Wahrheit &#8211; \u00bbUlica Pravdy\u00ab.<\/p>\n<p>Das Festival bildete den Abschluss des Werks von Alexander Petljura und zu dieser Feier kamen weitere russische K\u00fcnstlerInnen und K\u00fcnstlergruppen in die Sophiensaele, so Vladimir Sorokin und Petr Mamonov.<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\">mit<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> <a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/petlura.net\/?page_id=1161&amp;lang=en\" target=\"_blank\">Alexander Petljura<\/a> <em>Imperium der Dinge<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Andrei Andrianov \/ <a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/www.avantart.com\/dance\/soulimen.htm\" target=\"_blank\">Oleg Soulimenko<\/a> <em>Made in Russia<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Animal Cops <em>ERSATZMUSIKA<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Evgenij Kondratiev <em>Zwischen Parallelem Kino und Nekrorealismus<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> German Vinogradov <em>Feuergrafie \/ Ognepis<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Marina Lyubaskina <em>Matrjoschka<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Pjotr Mamonov <em>Lange haben wir dich nicht gesehen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Vladimir Sorokin <em>Roman mit Bild<\/em><\/span><\/h5>\n<h5><span style=\"color: #808080;\">K\u00fcnstlerische Leitung <em>Heike Albrecht<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Konzeptionelle Beratung <em>Joachim Gerstmeier, Janina M\u00f6bius und Alexander Petljura<br \/>\n<\/em>Veranstalter<a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/www.sophiensaele.com\/festival.php?IDfestival=23\" target=\"_blank\"> Sophiensaele<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gef\u00f6rdert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Goethe-Institut und radioeins<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Bilder \u00a9 Alexander Petljura<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gestaltung <a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/milchhof.net\/\" target=\"_blank\">milchhof.net<br \/>\n<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> <a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/heikealbrecht.net\/ha\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Zeitung-Uliza-Prawdy.pdf\">Zeitung Uliza Prawdy<\/a><\/span><\/h5>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Berlin, die Stadt die \u00fcber Jahrzehnte durch die Schnittstelle zwischen Ost und West und der Frontstellung zwischen Russland und den USA gepr\u00e4gt war, er\u00f6ffnete ein Festival der russischen Avantgardekunst. 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